Tipps zur ökologischen Gartengestaltung

Hallo Umweltengel,

der Frühling ist endlich da und das bedeutet Gartenzeit. Die Gartenarbeit kann beginnen, denn es gibt bereits jede Menge zu tun. Aber habt ihr bei der Gestaltung und Pflege eurer Gärten auch den ökologischen Aspekt  im Hinterkopf? Nein? Dann bleibt auf jeden Fall dran. Denn neben dem Anpflanzen vieler Blumen und Pflanzen gibt es noch ganz andere Aspekte die zu einem ökologischen Garten beitragen. Wir geben euch einige wertvolle Tipps, wie euer Garten umweltfreundlicher wird.

Komposthaufen

Ökologische Gartengestaltung

Ein grüner Garten ist nicht nur gut für unser Klima sondern sieht auch noch total schick aus. Bei dem harmonischen Zusammenspiel verschiedener Blumen- und Pflanzenfarben vergeht euch garantiert jeder Gedanke an graue Wintertage. Neben abwechslungsreichen Farben solltet ihr jedoch auch auf die Art der Pflanzen achten. Pflanzt am besten Pflanzen, die auch in unserer Umgebung in freier Wildbahn wachsen, denn sie sind am besten an unsere Wetterbedingungen angepasst. Wenn ihr nicht die größten Gartenliebhaber seid, dann solltet ihr, wenn möglich, auf große Rasenflächen und den Anbau von Obst und Gemüse verzichten. Denn ob ihr es glaubt oder nicht: Blumenbete sind leichter zu pflegen als Rasenflächen.

Umweltfreundliche Bewässerung & Bio Dünger

Umweltfreundliche Bewässerung – von dieser Methode habt ihr garantiert alle schon einmal gehört. Sie ist einfach, kostengünstig und besser für eure Pflanzen. Alles was ihr dafür braucht ist eine Regentonne mit mindestens 150ml Fassungsvermögen (bei größeren Gärten auch durchaus zwei oder drei Tonnen mit mehr Fassungsvermögen). Die Regentonne platziert ihr einfach neben einem Regenrohr und verbindet beide Gegenstände miteinander, sodass das Regenwasser nicht in den Boden sondern in die Tonne(n) läuft. Damit spart ihr nicht nur kostbares Leitungswasser sondern auch jede Menge Geld, denn Regenwasser ist und bleibt bis auf weiteres kostenlos. Aber mal ganz abgesehen vom Kostenfaktor ist Regenwasser auch viel besser für eure Blümchen. Im  Gegensatz zum harten Leitungswasser enthält weiches Regenwasser nämlich weniger Kalk und keimtötende Zusätze, die euren Pflanzen und dem Boden schaden können.

Mit der Benutzung von Regenwasser ist aber noch nicht Schluss, denn schließlich brauchen eure Pflanzen auch Dünger, um besser zu gedeihen. Hierbei solltet ihr, soweit möglich, auf biologische Dünger zurückgreifen und nur im äußersten Notfall Chemikalien an eure Pflanzen lassen. Denn Chemiedünger können nicht nur eure Pflanzen schädigen (z.B. bei Überdosierung) sondern auch den Boden übersäuern. Darum greift lieber zu umweltfreundlichen Düngern wie Jauche, Pferdemist, Hornspäne (kleine Körner von den Hörnern & Hufen der Schlachtrinder), Wurmhumus (nährstoffreiche Ausscheidungen von Regenwürmern) oder Komposterde.

Einen Komposthaufen anlegen

Mit einem Komposthaufen spart ihr nicht nur Geld für die Biomülltonne sondern produziert auch euren eigenen Pflanzendünger und schont damit zugleich die Umwelt. Denn die Kompostierung ist ein natürliches Verfahren. Hier werden organische Stoffe mithilfe von Kleinstlebewesen und Sauerstoff zu Humus zersetzt. Den Humus könnt ihr anschließend wieder als Dünger benutzen, denn er enthält viele wichtige Nährstoffe und speichert Wasser und Mineralstoffe. Die folgende Tabelle zeigt euch, was ihr auf den Kompost schmeißen könnt und was ihr lieber im normalen Müll entsorgen solltet.

Das darf auf den Kompost Das darf nicht auf den Kompost
Rohes Gemüse & Obst Schalen von Bananen & Südfrüchten
Tee- und Kaffeereste (auch mit Filter) Fisch-,Fleisch- und Käsereste
Papier in geringen Mengen
(keine bedruckten oder hochglänzende Seiten)
Gekochtes Essen (zieht Ratten an)
Asche (vom Grill oder Kamin) Hausmüll (z.B. Staubsaugerbeutel)
Gartenabfälle
(Gras, Laub, Äste, Pflanzen)
Samenbildendes Unkraut
(keimt auf dem Kompost oder im Garten)


Wenn ihr euch dafür entschieden habt einen Kompost anzulegen, müsst ihr zunächst einen geeigneten Standort finden, der ausreichend Abstand zu eurem Haus und dem eures Nachbarn hat. Euer Komposthaufen sollte idealerweise im Halbschatten stehen und keinen extremen Wetterbedingungen ausgesetzt werden. Der Boden muss Kontakt zur Erde haben und sollte mit einer Schicht Rindenmulch bedeckt werden, um Nässe und Fäulnis zu verhindern. Nach der Standortwahl könnt ihr nun mit der Aufschichtung des Komposts beginnen. Achte hierbei darauf, dass der Haufen in der Mitte leicht erhöht ist und eine Größe von 1,50m nicht übersteigt. Die Schichtung sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser ablaufen und Luft zirkulieren kann. Falls der Zersetzungsprozess nicht vorankommt, müsst ihr den Kompost gegebenenfalls umschichten. Ansonsten wartet ihr einfach 6-12 Monate bis der Kompost fertig ist und als Humus entnommen werden kann. Der Prozess variiert abhängig von Temperaturen und davon, ob ihr euren Kompost im Holzgatter, Drahtgitter oder Kunststoffbehälter angelegt habt.

Gartenerde verbessern

Um eure Gartenerde zu verbessern, müsst ihr zunächst einmal die Beschaffenheit eures Bodens bestimmen. Formt aus einem Stück feuchter Erde eine Kugel und versucht diese zu einer Wurst zu rollen.

  • Nicht möglich = „leichter Boden“ (Sandboden)
  • Möglich, aber die Erde ist glatt = „mittelschwerer Boden“ (Lehm-/Sandboden)
  • Möglich und die Erde ist klebrig = „schwerer Boden“ (Lehmboden)

Wunderbar, nun kennt ihr eure Bodenbeschaffenheit. Nun gucken wir zusammen, ob ihr euren Boden aufbereiten müsst oder nicht. Ist euer Boden „mittelschwer“? Herzlichen Glückwunsch! Dieser Boden ist der ideale Boden für euren Garten, da er aus einer Mischung von Sand, Lehm, Humus und Ton besteht. Er ist gut durchlüftet, kann ausreichend Wasser speichern und enthält viele wichtige Nährstoffe. Hier müsst ihr nichts machen. Habt ihr einen Sandboden? Diesen könnt ihr einfach aufbereiten, indem ihr Lehm oder Tonmaterial hinzufügt. Auch Kompost eignet sich gut für die Aufbereitung. Auch ein klebriger Lehmboden kann aufbereitet werden, indem ihr Kompost oder Sand einarbeitet. Außerdem empfiehlt es sich, lehmige Böden im Herbst umzugraben und im Sommer mit einer Harke aufzulockern.

Blumenerde ohne Torf: Ökologische Alternativen zur herkömmlichen Blumenerde

Laut dem Bundesumweltministerium bestehen bis zu 90% aller Blumenerden, die ihr im Handel kaufen könnt, aus Torf.  Denn Torf ist günstig, nährstoffarm, unkrautfrei und speichert ausreichend Wasser. Klingt doch optimal für euren Garten oder? Falsch! Genau diese Blumenerde schadet unserer Umwelt, denn für ihre Herstellung wird Torf aus großen Moorlandschaften benötigt.Der Torfabbau schädigt nicht nur die Struktur des Moores sondern setzt gleichzeitig auch Kohlenstoffmonoxid frei, welches sich wiederum schlecht auf unser Klima auswirkt. Zudem zerstört er die Lebensgrundlage vieler Pflanzen-und Tierarten, welche infolgedessen vom Aussterben bedroht sind. Doch zum Glück gibt es bereits umweltfreundliche Alternativen. Diese bestehen meist aus einer Mischung von Holz, Rindenhumus, Kokos-oder Hanffasern und Zusätzen wie Tonminerale, Sand und Lava-Granulat. Achtet beim Einkauf einfach auf die Aufschrift „torffrei“ oder „ohne Torf“ und schon seid ihr auf der sicheren Seite.

Bitte gebe die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

ap-joerg-
zieglerJörg Ziegler

ap-anne-langerAnne Langer

ap-
birger-stirnbergBirger Stirnberg

 

ap-melanie-
wutzkeMelanie Wutzke

ap-marco-
sandmannMarco Sandmann

ap-
kamila-budlewskaKamila Budlewska

 

kaufdichgrün Kundensupport
Hotline: +49 (0)421 / 246 87 87 0
E-Mail: kaufdichgruen@bionatic.de
Montag - Freitag 8:30 - 17:30 Uhr

Persönlicher Kontakt