Regionale & saisonale Ernährung – Nachhaltig & bewusster leben

Hallo Umweltengel,

mit dem heutigen Blog Beitrag möchten wir euch die regionale und saisonale Ernährung näherbringen und ihre Vorteile für die Umwelt erläutern. Obwohl viele Obst-und Gemüsesorten bei uns nur zu bestimmten Zeiten wachsen, können wir dennoch ganzjährig auf sie zurückgreifen. Denn durch die Globalisierung ist es möglich Waren, die oftmals nur auf der Südhalbkugel erzeugt werden, nach Deutschland zu importieren. Dabei vergessen viele Verbraucher jedoch, was eigentlich wann bei uns wächst. Oder wisst ihr, wann bei uns Tomaten und Feldsalat wachsen?

Regionale Ernährung: Wo kaufe ich ein?

Regional einkaufen bedeutet, dass ihr nur Lebensmittel aus eurer Region kauft. Da der Begriff „Region“ nicht gesetzlich abgegrenzt ist, können auch Norddeutschland oder sogar ganz Deutschland als Region zählen. Im Allgemeinen ist damit jedoch ein Umkreis von 50 bis 150km vom Wohnort gemeint.

Regionale Lebensmittel bringen euch viele Vorteile

  • Qualität und Preis: Kurze Transportwege sorgen für einen niedrigeren Qualitätsverlust, denn die Ware wird zum richtigen Zeitpunkt geerntet. Somit ist sie geschmacksvoller und frischer als Ware aus fernen Ländern oder Gewächshäusern. Dies gilt besonders für Früchte, die nach der Ernte nicht mehr nachreifen, wie beispielsweise Kirschen oder Himbeeren. Zudem enthalten die Produkte mehr Nährstoffe und Vitamine. Der Erzeuger erhält mehr Geld für seine Waren und ihr zahlt aufgrund fehlender Lager-und Transportkosten oftmals einen niedrigeren Preis.

  • Gesundheit: Durch den höheren Nährstoffgehalt in regionalen Produkten ernährt ihr euch reichhaltiger und ausgewogener. Zudem fördert ihr damit eure Kreativität beim Kochen.

  • Ökonomie: Mit dem Kauf von regionalen Produkten sichert ihr Arbeitsplätze und ermöglicht das Überleben von kleinen und mittelständigen Landwirtschaftsbetrieben. Das Geld der verkauften Ware bleibt in eurer Region und stärkt dementsprechend auch die regionale Wirtschaftskraft.

  • Soziale Transparenz: Regionale Angebote findet man vor allem auf Wochenmärkten und Bauernhöfen. Hier könnt ihr die Produkterzeuger persönlich kennenlernen und einen Blick auf ihre Produktionsmethoden werfen.  Diese Nähe schafft eine gute Vertrauensbasis. Außerdem lernt ihr die Lebensmittel besser zu schätzen, wenn ihr wisst, wer mit welcher Arbeit dahinter steckt.

  • Ökologie und Umwelt: Im Gegensatz zu Ware aus dem Supermarket, ist der Preisdruck bei regionaler Ware deutlich geringer. Dies wiederum führt dazu, dass Erzeuger ökologisch verträglichere Produktionsmethoden für eurer geliebtes Obst und Gemüse anwenden können. Diese wirken sich nicht nur positiv auf den ökologischen Fußabdruck sondern auch auf die Produktqualität aus. Der Transport von Obst und Gemüse aus entfernten Regionen und Ländern verbraucht im Gegensatz zu regionalen Produkten viel Energie und belastet das Klima erheblich mit Treibhausgasen. Kurze Transportwege hingegen schützen die Umwelt, da die CO2 Belastung um ein Vielfaches niedriger ist.

Regionalität ist nicht immer möglich

Leider können nicht alle  Obst-und Gemüsesorten in unseren Breitengraden angebaut werden. So lässt es sich z.B. nicht vermeiden, dass exotische Zitrusfrüchte, Kokosnüsse und Bananen aus südlich gelegenen Ländern importiert werden. Daher ist es wichtig, die Produkte möglichst umweltfreundlich nach Deutschland zu transportieren. Mit 9g CO2 pro transportierter Tonne und Kilometer ist das Schiff das umweltfreundlichste Transportmittel, das Flugzeug schneidet mit 2.041g CO2 am schlechtesten ab. Nur weil diese Produkte importiert werden, müsst ihr natürlich nicht komplett darauf verzichten. Bei einer ausgewogenen, saisonalen Ernährung können Bananen oder Kokosmilch eine willkommene Abwechslung sein, wegen denen ihr kein schlechtes Gewissen haben müsst. Im besten Fall könnt ihr auf Produkte aus benachbarten europäischen Ländern zurückgreifen und nur in Ausnahmefällen auf Produkte von Übersee.

Saisonal essen: Was bedeutet das eigentlich?

Saisonal essen bedeutet, dass ihr nue Lebensmittel konsumiert, die zur aktuellen Jahreszeit in eurem Land bzw. in eurer Region im Freien angebaut werden. Denn auch in anderen Jahreszeiten wird regionales Obst und Gemüse angeboten, welches jedoch nur unter „künstlichen Bedingungen“ in beheizten Gewächshäusern reifen kann. Diese benötigen einen fast 30mal höheren Energiebedarf und setzen wesentlich mehr CO2 frei. Aus diesem Grund ist saisonal auch immer regional.

Nicht-saisonaler Anbau und seine Gefahren

Der Verzehr von Obst und Gemüse, welches nicht in der jeweiligen Hauptsaison angebaut wird, schadet nicht nur der Umwelt sondern birgt auch Gefahren für uns.

Erdbeeren im März

Immer öfter sieht man bereits im März Erdbeeren aus Spanien in den Geschäften liegen. Wer der Versuchung einmal nicht wiederstehen konnte (wir konnten es auch nicht), weiß, dass diese Erdbeeren nicht wie richtige Erdbeeren schmecken. Kein Wunder, denn die Früchte  werden aufgrund des weiten Transports zu früh geerntet. Da sie nach der Ernte nicht nachreifen, kann sich ihr übliches Aroma nicht entfalten. Viel schlimmer ist allerdings ihre hohe Pestizidbelastung. Um die Erdbeeren möglichst früh auf den Markt zu bringen, werden sie im feuchtwarmen Klima unter Folientunneln gezüchtet. Dieses Klima begünstigt das Gedeihen von Pilzen, weswegen die Erdbeeren entsprechend stark mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Hier liegen die Konzentrationen oftmals über dem zulässigen Grenzwert und können gesundheitlich bedenklich sein.

Gemüseanbau im Treibhaus

Gemüsesorten, die im Gewächshaus angebaut werden, haben einen höheren Nitratgehalt als Gemüsesorten, die saisonal im Freien angebaut werden. Pflanzen benötigen den Stickstoff des Nitrats, um Eiweiß aufzubauen. Einen Teil davon nehmen sie durch den Boden auf,  in dem Nitrat natürlicherweise lagert. Der größte Teil wird jedoch durch Düngemittel aufgenommen. Bei Lichtmangel im Treibhaus bauen die Pflanzen das Nitrat wesentlich langsamer ab und vieles verbleibt in der Pflanze. Deswegen enthält Treibhaus- und Wintergemüse mehr Nitrat als Sommer- und Freilandgemüse. Nitrat ist ein für uns harmloser Mineralstoff, der jedoch gefährlich werden kann, wenn das Gemüse gekocht wird. Bei diesem Prozess wandelt sich das Nitrat in giftiges und gesundheitsgefährdendes Nitrit um.

Fazit

Am besten kauft ihr beim Wochenmarkt und auf Hofläden ein oder achtet auf regionale Produkte im Supermarkt. Mit der Hilfe von einem sogenannten Saisonkalender esst ihr saisonal und bringt Abwechslung in euren Speiseplan. Einen ausführlichen Saisonkalender mit heimischen Obst und Gemüse findet ihr auf der Seite der deutschen Verbraucherzentrale: Saisonkalender Obst & Gemüse

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