„Umweltschutz beginnt bei dir“ – Tipps für umweltfreundlichere Wäsche, Reinigung & Körperpflege

Hallo Umweltengel,

willkommen zum dritten Teil unserer Blogserie „Umweltschutz beginnt bei dir“. Der heutige Beitrag dreht sich um Tipps zu den Themen Körperpflege, Wäsche und Reinigung im Haushalt. Es ist ganz egal ob ihr euch beim Einkaufen schon bewusst für umweltfreundliche Reinigungs- und Pflegeprodukte entscheidet oder mit dem Thema noch nicht ganz vertraut seid. Denn unsere Tipps drehen sich nicht nur um die Wahl des richtigen Produktes, sondern auch um die richtige Anwendung.

Umweltfreundliche-Reinigung

In Deutschland werden jährlich etwa 630.000 Tonnen Waschmittel, 220.000 Tonnen Haushaltsreiniger und 260.000 Tonnen Geschirrspülmittel verbraucht. All diese Wasch- und Reinigungsmittel sind aufgrund ihrer Chemikalien jedoch eine erhebliche Belastung für unser Abwasser. Aus diesem Grund ist es wichtig, nachhaltig und bewusst mit Putzmitteln und Pflegeprodukten umzugehen. Dabei geht es nicht nur um umweltschonende Inhaltsstoffe, sondern auch um die richtige Anwendung und Dosierung. Die Reinigungsmittel sollen hygienisch Reinigen und gleichzeitig wenig Belastung für die Gesundheit und Umwelt darstellen.

Nachhaltig Waschen

Natürlich nehmt ihr durch den Wasserverbrauch  immer eine gewisse Umweltbelastung in Kauf. Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, wie ihr die Umwelt etwas weniger belasten könnt. Das Tolle dabei ist: Man spart auch noch Geld!

Tipps für umweltfreundliches Wäschewaschen:

  • Wascht nicht zu oft und achtet darauf, dass die Waschmaschine immer voll beladen ist.

  • Verzichtet auf Vorwäsche. Diese ist bei den heutigen Waschmitteln nicht mehr nötig.

  • Verwendet ein Waschmittel mit natürlichen Tensiden und ohne Zusatzstoffe (wie z.B. Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe).

  • Informiert euch über die Ergiebigkeit eures Waschmittels, denn eine hohe Ergiebigkeit erfordert eine geringe Dosierung. Zudem sparen hochkonzentrierte Waschmittel Verpackungsmaterial und sind im Vergleich zu Produkten mit niedriger Ergiebigkeit auch günstiger. Hierzu könnt ihr ganz einfach die Zahl der Waschmaschinenfüllungen, die mit dem gesamten Packungsinhalt bei mittelhartem Wasser gewaschen werden können, miteinander vergleichen.

  • Dosiert das Waschmittel je nach Verschmutzungsgrad („leicht“, „normal“ und „stark verschmutzt“) eurer Wäsche. In der Regel benötigt ihr für eure Haushaltswäsche nur die Dosierung für leichte oder normal verschmutzte Wäsche. Eine Überdosierung des Waschmittels führt nicht, wie ihr vielleicht denkt, zu einem besseren Waschergebnis sondern nur zu einer höheren Umweltverschmutzung. Die Angaben für den Verschmutzungsgrad müssen gemäß Wasch- und Reinigungsmittelgesetz auf der Verpackung stehen.

  • Dosiert das Waschmittel entsprechend der bei euch herrschenden Wasserhärte. Bei „weichem“ Wasser benötigt ihr weniger, bei „mittel bis hartem“ Wasser etwas mehr Waschmittel. Auch die Dosierung für die verschiedenen Wasserhärtebereiche muss auf der Verpackung angegeben werden.

  • Wascht so kalt wie möglich und verwendet das 60°C Programm nur in Ausnahmefällen und zur Vorbeugung von Keimwachstum (etwa 1x monatlich). Für leichte und normal verschmutzte Buntwäsche reichen meist 20-30°C, für Weißwäsche ca. 40°C. Hier spart ihr zwischen 35-40% Energie im Vergleich zum Waschprogramm mit 60°C.

  • Minimiert bzw. verzichtet auf den Einsatz von Weichspülern. Diese Mittel sind überflüssig und dazu auch noch umweltschädlich.

Nachhaltig Reinigen

Auch Reinigungsmittel belasten stets unsere Abwasser und Gewässer, da viele Inhaltsstoffe (außer Tenside) nur schwer oder gar nicht biologisch abbaubar sind. Diese Stoffe (Phosphonate, Silikone, Paraffine, Duft-und Farbstoffe, Konservierungsmittel und Polycarboxylate) können die Umwelt und die Gesundheit von Organismen unterschiedlich stark belasten und schädigen. Außerdem führen einige Inhaltsstoffe (Stickstoff- und Phosphorverbindungen)  zu einer Überdüngung der Gewässer. Aus diesem Grund sollten Reinigungsmittel am besten keine oder möglichst wenig dieser Stoffe enthalten.

Tipps für umweltfreundlichere Reinigung:

  • Verzichtet auf WC-Reiniger mit Chlor oder anorganischen Säuren, da diese im Vergleich zu anderen Reinigern umweltschädlicher sind

  • Vermeidet stark saure oder alkalische Reinigungsmittel, da diese bei falscher Anwendung Hautreizungen und ggf. Verätzungen verursachen können.

  • Beachtet die Gefahrenstoffkennzeichnung auf dem jeweiligen Produkt, da jeder Reiniger unter Umständen gesundheitsschädliche Substanzen enthalten kann.

  • Verwendet lösemittelfreie Reiniger, da diese die Luftqualität in den Innenräumen erheblich verschlechtern können.

  • Greift zu umweltfreundlichen und ph-neutralen Allzweckreinigern denn diese haben eine geringe Umweltbelastung.

  • Benutzt Scheuermilch, Allzweck- und Essigreiniger anstatt Haushaltsreiniger mit antibakterieller Wirkung.

  • Benutzt Bürsten und Saugglocken, um euren Abfluss zu reinigen und verzichtet auf chemische Rohr- und Abflussreiniger. Falls ihr doch einen Reiniger benötigt, dann greift zu biologischen Reinigern.

  • Achtet auf die richtige Dosierung und benutzt nur so viel Reinigungsmittel wie nötig. Wenn ihr wirklich konsequent darauf achtet, könnt ihr Konzentrate verwenden.

  • Greift, wo möglich, zu Nachfüllpacks, um Verpackungsabfälle zu reduzieren.

 Umweltfreundlichere Kosmetikprodukte

Vielen von euch ist sicher nicht bewusst, dass Kosmetikprodukte (Cremes, Shampoos, Seifen, Peelings, Make-up etc.) oftmals Mikroplastik enthalten. Neben kleinen Plastikkügelchen in Peelings und Duschgels findet man auch Plastikzusätze in Shampoos und Haarspülungen (als Filmbildner) sowie in Make-up, Cremes und Seren(als Bindemittel bzw. Füllstoff). Die unter 5mm großen Teilchen werden von den Kläranlagen nicht herausgefiltert und gelangen in unsere Gewässer. Dort reichern sie sich mit giftigen Schadstoffen an und gelangen anschließend in die Nahrungskette von Menschen und Tieren.

Tipps für umweltfreundlichere Körperpflege:

  • Achtet auf die Inhaltsstoffe eurer Kosmetikprodukte und vermeidet alle Begriffe,hinter denen sich Kunststoffe verstecken : Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA),Polyethylenterephtalat (PET), Nylon-12 (Nylon-12), Nylon-6 (Nylon-6), Polyurethan (PUR), Ethylen-Vinylactat- Copolymere (EVA), Acrylates Copolymer (AC), Acrylates Crosspolymer (ACS) und Polywuaternium-7 (P-7).

  • Greift zu Peelings mit Zuckertensiden, Kieselsäure, Leinsamen oder Heilerde oder zu Peelinghandschuhen.

  • Bevorzugt  Naturkosmetika, da diese Produkte keine künstlichen und giftigen Inhaltstoffe wie Erdöl, Silikone, Parabene sowie Farb- und Duftstoffe enthalten dürfen.

 

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